Hypnose

Behandlungs-Schwerpunkte

  • Schlafstörungen
    – Schlafstörungen, Einschlafstörungen und Durchschlafstörungen
  • Stress – Burnout – Mobbing
  • Depression
  • Psychosomatik
  • Schmerzen
    – Chronische Schmerzen, Psychosomatische Schmerzen, Kopfschmerzen / Migräne, Rückenschmerzen
  • Psychoonkologie
  • Angst – Phobie
    – Ängste und Phobien, Agoraphobie (Platzangst), Soziale Phobien, Spezifische Phobien wie – Spinnenphobie, Blutphobie, Spritzenphobie, Angst vor dem Zahnarzt, Flugangst
  • Trauma – Gewalt – Missbrauch
    – Trauma, Posttraumatische Belastungsstörung
  • Sucht
    – Suchterkrankungen, Alkoholabhängigkeit, Raucherentwöhnung
  • Essstörung – Übergewicht / Untergewicht
  • Gewichtsreduktion – Abnehmen mit Hypnose
  • Supervision
  • Erlernen der Selbsthypnose
    – Selbsthypnose, Erlernen und Anwendung der Selbsthypnose
  • Heuschnupfen – aktuell sehr gefragt

 

Häufige Fragen zur Hypnose

Was ist Hypnose?
Das griechische Wort „hypnos“ bedeutet Schlaf, wobei man aber bei der Hypnose nicht wirklich in Schlaf verfällt. Es handelt sich bei der hypnotischen Trance vor allem um einen, gelösten, entspannten und schlafähnlichen Zustand, der neben einer vorübergehend veränderten Aufmerksamkeit und Selbstwahrnehmung mit mehr Phantasie und Kreativität verbunden ist.
Man kann die Hypnose auch als einen Zustand zwischen Wachsein und Schlafen bezeichnen.
Das Zeitgefühl geht eher verloren, die Umwelt wird unwichtig, man fühlt sich sehr wohl – eine Art Kurzurlaub für Körper und Seele.

Durch Tiefentspannung einerseits und Aufmerksamkeitsveränderung andererseits ist mit Hypnose ein rascher Zugang zum Unterbewusstsein und dadurch eine schnelle Ursachenfindung und Problemlösung möglich.
Der hypnotische Trancezustand ermöglicht uns sich von den alltäglichen Problemen und störenden Faktoren vorübergehend abzuschirmen und unsere innere Aufmerksamkeit auf das eigentliche Ziel zu richten. Bei der medizinischen Anwendung der Hypnose werden die körpereigenen Ressourcen aktiviert und zur Lösung von seelischen oder körperlichen Problemen eingesetzt.

Hypnose ist kein Hokuspokus
Ist die hypnotische Trance ein neurobiologischer Zustand oder purer Hokuspokus?
Wenn wir unsere Aufmerksamkeit stark einschränken und nur noch wenige Außenreize wahrnehmen, ist unser Gehirn weniger eingeengt, und seine spontane Aktivität erhöht sich. Wir können dann, die sonst unbewusst ablaufenden Prozesse des Gehirns unmittelbar erleben. Dies entspricht etwa dem Traum, in dem wir auch unseren eigenen Phantasiegebilden scheinbar unbeteiligt zusehen können.
Laut dem „Forschungsgutachten der Bundesregierung zur Psychotherapie“ aus dem Jahre 1991 gehört die Hypnose zu den fünf erfolgreichsten Therapieverfahren. Am besten sind die positiven Effekte in der Behandlung von Ängsten und psychosomatischen Störungen, sowie akuten und chronischen Schmerzen, einschließlich Krebsschmerzen, gesichert.

Gibt es Risiken, ist Hypnose gefährlich??
Hypnose ist nicht gefährlich. Sie ist das älteste und natürlichste ganzheitliche Heilverfahren – ohne Nebenwirkungen!!!
Hypnotische Trance ist ein Zustand zwischen Schlaf und Wachsein. Diesen Zustand erleben wir sogar regelmäßig ganz von selbst in so genannten „Alltagstrance“, z. B. beim Joggen, Musik machen, Fernschauen, beim Lesen eines spannenden Buches oder bei einer konzentrierten Arbeit, indem wir auch teilweise das Zeitgefühl verlieren.
In der medizinischen Anwendung der Hypnose werden die Trancephänomene genutzt um die innere Aufmerksamkeit und die Ressourcen zur Problemlösung einzusetzen.

Hypnose ist nachweislich nicht nur sicher, sondern auch sehr angenehm und interessant. Dies wird als eine angenehme, entspannende und lösungsorientierte Erfahrung erlebt.
Körperlich gesehen ist die Hypnose ein tiefer Entspannungszustand, wohltuend und regenerierend wie ein entspannender kurzer Schlaf. Aus dieser Entspannung und Harmonisierung heraus ergeben sich oft ganz automatisch weitere positive Nebeneffekte und zusätzliche Wirkungen, z. B. dass sich Verspannungen von selbst lösen oder sich im Anschluss das Einschlafverhalten verbessert.

Verliert man die Kontrolle, wird man bewusstlos oder schläft man in der Hypnose ein???

Hypnose hat nichts mit Bewusstseinsverlust zu tun. In Hypnose sind Sie sich die ganze Zeit bewusst über die Dinge, die um Sie herum passieren. Sie hören und verstehen auch alles, was der Therapeut Ihnen sagt. Für die Effektivität und den Therapieerfolg ist auch Ihre Mitarbeit und Mitwirkung notwendig, denn die Hypnose ist eine Arbeit mit Aufmerksamkeit. Sie werden in der Hypnose auch nicht schlafen. Sie sind bei Bewusstsein und nur Ihr Körper befindet sich in einem Ruhezustand bzw. in tiefer Entspannung. Sie hören alles und bekommen alles mit. Ihre Wahrnehmung ist lediglich fokussiert auf die Stimme des Hypnotiseurs und auf Ihre innere Welt.
Hypnose ist eine Methode, die einen veränderten Bewusstseinszustand herbeiführt, um Zugang zum Unterbewusstsein zu erhalten.
In eine hypnotische Trance zu gehen und wieder aus ihr herauszukommen ist ein vollkommen freiwilliger Vorgang, bei dem Ihr Wille, in keiner Weise eingeschränkt werden kann.
Was passiert, wenn der Hypnotiseur ohnmächtig wird oder ihn der Schlag trifft?
Sie finden aus der Hypnose auf jeden Fall immer wieder zurück, mit oder ohne Unterstützung des Hypnotiseurs. Es sind immer bestimmte Kontrollinstanzen (Ich-Anteile) aktiv, während Sie in der Trance sind. Und selbst wenn der Hypnotiseur den Raum verlässt und nicht mehr kommt, werden Sie mitbekommen, dass etwas nicht passt und aus der Trance zurückkommen, oder es wird der hypnotische Zustand in einen echten Schlaf übergehen, aus dem Sie nach einiger Zeit erfrischt und munter wieder erwachen.

Kann ich nach der Hypnose Auto fahren?
Nach der Hypnosesitzung sind Sie wieder völlig wach und fit. Sie haben einen klaren Kopf, können sich konzentrieren und auch das Autofahren ist völlig unproblematisch.

Kontraindikationen – wer sollte nicht hypnotisiert werden?
Es gibt wenige Fälle, in denen Hypnose nicht oder nur mit Vorsicht angewandt werden sollte. Dabei handelt es sich vor allem um Psychosen, schwere Erkrankungen des zentralen Nervensystems, geistige Behinderungen oder bei Minderbegabung, die einem normalen Ablauf der Hypnose entgegenstehen könnten.
In der Behandlung mit Hypnose ist generell der sekundäre Krankheitsgewinn zu beachten.
Beispielsweise stellt sich heraus, dass das übermäßige Essverhalten als Eigenbelohnung dient, wäre in der ersten Stelle angesagt, andere Belohnungsformen für sich zu finden und auszuprobieren, parallel dazu Gewichtsreduktion mittels hypnotischen Techniken.
Allein sich auf die Gewichtsreduktion zu fixieren wäre nicht sinnvoll.

In den folgenden Fällen sollten Sie vorab den Therapeuten informieren, damit dieser abschätzen kann, ob ein Einsatz der Hypnose sinnvoll ist:

  • Körperliche oder geistige Behinderungen
  • Bei Einnahme starker Medikamente oder Drogen
  • Psychosen wie Schizophrenie oder manisch-depressiven Erkrankungen
  • Erkrankungen des zentralen Nervensystems
  • Thrombose
  • Herzerkrankungen

Ist jeder Mensch hypnotisierbar?
Mit Ausnahme von geistig behinderten Menschen und Patienten mit schwerer psychotischer Störung, ist jeder hypnotisierbar, jedoch niemals gegen seinen eigenen Willen. Die Hypnose setzt stets die Bereitschaft voraus, sich darauf einzulassen.

Mich kann keiner hypnotisieren, ich bin willensstark
Hypnotherapie benötigt die Bereitschaft zur Kooperation und Mitarbeit. Ohne diese Bereitschaft wird man selbstverständlich nicht von der Methode der medizinischen Hypnose profitieren.
Wie auch bei jeder anderen Behandlung und Therapie sind für die Hypnotherapie die gute Zusammenarbeit und Ihre Eigenaktivität für den Therapieerfolg mitentscheidend. Die Erfahrung zeigt, dass selbst Menschen, die vorher der Überzeugung waren nicht hypnotisierbar zu sein, letztendlich gute Therapieerfolge erzielten.

Kann man gegen seinen Willen hypnotisiert werden?
Niemand kann gegen seinen Willen in den Zustand der Trance gezwungen werden. Dies wird nicht funktionieren. In eine Trance zu gehen und wieder aus ihr herauszukommen ist ein vollkommen freiwilliger Vorgang, bei dem Ihr Wille in keiner Weise eingeschränkt werden kann.

Was ist Showhypnose?
Leider wird von vielen Menschen die medizinische Hypnose mit Showhypnose gleichgesetzt, was sicherlich durch die Medien geprägt ist.
Die Showhypnose hat jedoch mit der medizinisch therapeutischer Arbeit absolut nichts zu tun.

Die Bühnenhypnose oder Showhypnose ist auf diversen Showveranstaltungen sowie im Fernsehen immer wieder zu sehen. Der einzige Zweck dieser Veranstaltungen ist die „Unterhaltung“ des Publikums, oft auf Kosten derer, die sich auf der Bühne vom „großen Meister“ hypnotisieren lassen.

Bei diesen Shows kommt es (je nach innerer Einstellung und Verantwortungsbewusstsein des Show-Hypnotiseurs) mitunter auch zu entwürdigenden Vorgängen. Dort sind manchmal Menschen zu sehen, die dem „Magier“ völlig willenlos unterworfen sind, plötzlich wie Hunde bellen, nicht mehr bis 3 zählen können und dergleichen mehr.
Im Übrigen sind fast alle Phänomene, die auf der Bühne gerne als trancebedingt vorgeführt werden, auch ohne Hypnose genauso gut möglich, dies ist wissenschaftlich bewiesen.

Die Showhypnose bedient sich verschiedener Tricks um das Publikum zu beeindrucken und zu täuschen, es handelt sich um eine reine Show, wo in kürzester Zeit reine Effekthascherei betrieben werden soll. Die wichtigste Aufgabe des Show-Hypnotiseurs ist es dabei, „geeignete“ Personen auszuwählen, die freiwillig an dieser Show teilnehmen wollen, den Weisungen des Show-Hypnotiseurs folgen und damit wissentlich an dieser Vorstellung teilnehmen. Gründe, warum es immer wieder Leute gibt, die sich diesen Zirkus freiwillig antun, gibt es viele – Geltungssucht ist sicher der wichtigste.
Nicht jeder nimmt an Showveranstaltungen mit praktizierter Bühnenhypnose teil. Allein die Tatsache, dass man an solchen Veranstaltungen teilnimmt, zeigt die innere Bereitschaft und Neugier sich auf der Bühne hypnotisieren zu lassen. Und selbst in der Showhypnose sind nicht alle teilnehmenden für eine Trance und Bühnenhypnose offen und zugänglich und kein „Meister“ kann jemanden gegen seinen Willen hypnotisieren.

Showhypnotiseure unterliegen keinem therapeutischen Ehrenkodex. Die medizinische Hypnose ist ein sehr mächtiges Werkzeug, und als solches gehört es nur in die Hände qualifizierter und verantwortungsvoller Menschen mit einer entsprechender Ausbildung und Heilerlaubnis.

 

Anwendungsbereiche / Hypnoseanwendungen

Schlafstörungen

Eine der häufigsten Schlafstörungen ist die Insomnie. Ungefähr 20 % der Patienten, die den Arzt konsultieren, leiden an einer Insomnie, d.h. sie leiden an Ein- und Durchschlafstörungen bzw. nichterholsamen Schlaf und daraus resultierenden Beeinträchtigungen der Tagesbefindlichkeit über einen Zeitraum von mindestens 4 Wochen. Ein- und Durchschlafstörungen nehmen mit dem Alter zu und sind bei Frauen häufiger als bei Männern. Oft sind Anspannung, Lustlosigkeit und Konzentrationsschwäche zu beobachten. Diese Symptome machen es Menschen mit Schlafstörungen schwer, ein normales Leben zu führen. Häufig prägen die Angst vor der nächsten schlechten Nacht und die Müdigkeit ihr Tagesempfinden.

Die Angst, das Schlafgeschehen nicht mehr beeinflussen zu können und die Befürchtung, dass durch Schlafdefizite die psychische oder körperliche Verfassung gefährdet ist, intensivieren diesen Prozess. Es entsteht ein „Teufelskreis“, was zur Aufrechterhaltung der Schlafstörung beiträgt.
Bei der Lösung von anderen Problemen führt normalerweise eine erhöhte Anstrengung um das Ziel zu erreichen zu dessen Realisierung. Zur Bewältigung von Schlafstörungen ist diese Strategie jedoch hinderlich. Je mehr man sich anstrengt um einzuschlafen, desto weniger wird das Ziel erreicht.
Hier sind die Techniken und die indirekten Zugangsmethoden der klinischen Hypnose sehr wirksam. Durch Suggestionen und Metaphern kann indirekt auf die Symptomatik eingewirkt werden.
Wir finden neue Wege, um aus den alten Verhaltensmustern herauszukommen.

Chronische Schmerzen

Schmerzbehandlung durch Hypnose

Durch Hypnose sind erhebliche Minderung und sogar eine komplette Ausschaltung des Schmerzes möglich.
Mit verschiedenen Techniken können sowohl die emotionalen Ursachen des Schmerzes aufgedeckt, als auch verschiedene Mechanismen zur Schmerzkontrolle erlernt werden.
Auch die Schmerzwahrnehmung kann beeinflusst, verändert oder ausgeschaltet werden.

In zahlreichen Gebieten kann die Hypnose unter Umständen effektiver sein als Schmerzmitteln. Erfahrungsgemäß können beispielsweise selbst schwere Schmerzzustände, die selbst auf massive Betäubungsmittel nicht mehr ansprechen, in der Hypnose erfolgreich behandelt werden. Im Gegensatz zu chemischen Analgetika ist der Einsatz von Hypnose vollständig frei von Nebenwirkungen, was die Heilung zusätzlich in enormem Maße befördern kann.

Psychosomatische Schmerzen

Charakteristisch für somatoforme Schmerzstörung ist die wiederholte Darbietung körperlicher Symptomen in Verbindung mit zahlreichen medizinischen Untersuchungen trotz wiederholter negativer Ergebnisse und der Versicherung der Ärzte, dass die Symptome nicht körperlich begründbar sind.

Dennoch sind psychosomatische Schmerzen nicht eingebildet, sondern reale Körperschmerzen. Diese Schmerzen sind für den Betroffenen meist nicht in einer Weise verstehbar und erklärbar.
In der Therapie mit Hypnose wird das psychosomatische Schmerzsymptom als Wegweiser bzw. Ratgeber benutzt, womit die Wahrnehmung des Betroffenen auf sich selbst hin orientieren soll.

Kopfschmerzen / Migräne

Migräne gilt heute allgemein als Reizverarbeitungsstörung des Nervensystems oder eine Überforderungsreaktion bei Reizüberflutung.
Daher sind Kopfschmerzen oder Migräneanfälle als ein Notfallreflex anzusehen, der das Nervensystem vor Überlastung schützt, um danach seine normale Funktionsfähigkeit wiederherzustellen.

Rückenschmerzen

Die Folgen von Rückenschmerzen sind oft Bettruhe, Krücken und Schmerzmittel, die keinen gewünschten Besserungserfolg bringen. Die Schmerzen in Hüfte, Schulter, Nacken oder verspannten Schultern reichen bis hin zu Schlafstörungen.

Die Anwendung der Hypnose bei Rückenschmerzen hat zum einen eine schmerzlindernde Wirkung zum anderen erlaubt es durch den Zugang zum „Unbewussten“ das Erkennen von Ursachen, die den Schmerz verstärken oder aufrechterhalten

Ein wichtiges Werkzeug in der Schmerztherapie ist auch das Erlernen der Selbst-Hypnose.

Ängste und Phobien

Angstbeseitigung durch Hypnose

Angststörungen gehören zu den häufigsten psychischen Störungen. In Deutschland leiden über 2 Mio. Menschen unter Angstsymptomen. Knapp 40 % aller Psychotherapie in Anspruch nehmenden Patienten gehört zur Diagnosegruppe Angststörungen.
Hypnotische Techniken sind in hervorragender Weise zur Angsttherapie geeignet.
Ängste sind nicht zufällig oder grundlos entstanden, sondern, sie berufen meist auf problematischen (vielleicht auch unverarbeiteten traumatischen) Erfahrungen. Mit anderen Worten: Jedes Angstsymptom hatte ursprünglich eine sinnvolle Funktion (oder hat sie noch).
Daher geht es in der Therapie nicht darum, dass das störendes Verhalten „wegzusuggerieren“, sondern, dass das Symptom als Ressource verstanden und genutzt wird. Von enormer Bedeutung ist auch die Hintergründe der Angstsymptomatik zu verstehen, so dass allein das Verstehen der Funktionalität der Angstsymptomatik ist therapeutisch sehr wirksam.

Agoraphobie

Agoraphobie bezeichnet eine zusammenhängende und sich häufig überschneidende Gruppe von Phobien, mit der Angst, das eigene Haus zu verlassen, Geschäfte zu betreten, sich in eine Menschenmenge oder auf einen öffentlichen Platz zu begeben oder allein im Zug, Bus oder Flugzeug zu reisen. Diese Phobie ist besonders einschränkend. Es sind überwiegend Frauen, meist im jungen Erwachsenenalter betroffen.
Ohne adäquate Behandlung und Therapie wird die Agoraphobie häufig chronisch, wenn auch fluktuirend.

Soziale Phobien

Menschen mit sozialer Phobie haben die Annahme, von anderen Menschen beobachtet und bewertet zu werden. Dies führt schließlich zu Vermeidung von sozialen Kontakten bis hin zu gänzlicher Isolation. Dies kann auf klar eingegrenzte, bestimmte Situationen wie Essen oder öffentlich reden beziehen. Sie gehen meist mit einem niedrigen Selbstwertgefühl einher und können mit Beschwerden wie Erröten, Schwitzen, Vermeiden von Blickkontakt, Händezittern u. a. verbunden sein.

Spezifische Phobien

Unter dem im Alltag häufig auftauchenden Störungsbild der spezifischer Phobie wird eine anhaltende Angst vor einer Situation (Subtypus situative Phobie) oder vor einem Tier (Subtipus Tierphobie) oder vor einem Objekt verstanden. Die unter der Phobie leidende Person erkennt die Unangemessenheit ihrer Angst, kann aber dennoch die Situation mit großer Mühe aushalten. Oft wird die angstauslösende Situation soweit wie möglich vermieden.

Mittels Hypnose hat sich die Behandlung von folgenden spezifischen Phobien insbesondere bewehrt:

  • Spinnenphobie
  • Blut- und Spritzephobie
  • Angst vor dem Zahnarzt
  • Flugangst

Gewichtsreduktion

Abnehmen durch Hypnose

Die Hypnose ermöglicht ein effektives, dauerhaftes und gesundes Abnehmen in wenigen Sitzungen. Durch Hypnose und das Arbeiten mit dem unbewussten Mechanismen werden die Ursachen für das Essverhalten erkannt, die alternativen Verhaltensweisen erarbeitet und die eigenen Ressourcen aktiviert.

Auf Wunsch wende ich auch die Methode der Hypno-Magenband zur Gewichtsreduktion an.

Behandlung der Warzen mit Hypnose

Was sind Warzen?
Warzen gehören zu den viralen Erkrankungen der Haut und werden durch eine Infektion mit den menschlichen Papillomavirus verursacht. Diese können von Mensch zu Mensch, von Tier zu Tier und möglicherweise von Tier zu Mensch übertragen werden. Die Inkubationszeit ist nicht genau bekannt. Neue Warzen können auch durch Autoinokulation („Selbstansteckung“) entstehen.
Warzen sind eine weltweit häufige, stetig zunehmende Erkrankung. Kinder und Jugendliche sind häufiger davon betroffen als Erwachsene. Besonders anfällig sind die Hände, Füße und der Genitalbereich, wegen der verminderten Durchblutung und Abwehr in diesen Körperbereichen.

Die bekanntesten Warzen sind:
Gewöhnliche Warze (Verrucaae vulgares)
Plantar-, Dorn- und Mosaikwarzen (Verrucae plantares)
Flache Warzen um jugendalter (Verrucae planae juveniles)

Die gewöhnliche Warze heilt spontan nach Wochen, Monaten oder Jahren ab. Es gibt dabei kein typisches Verlaufsbild der „natürlichen Heilung“.
Nach standardisierten medizinischen Behandlungen, wie operative Entfernung, oder Vereisung durch flüssigen Stickstoff, durch Schälmittel, Fotochemotherapie oder Röntgenbestrahlung treten die Warzen oft wieder auf (oft nach 1 bis 8 Wochen nach der Behandlung). Außerdem bleiben nach solchen Behandlungen oft Narben. Heilen die Warzen spontan aus, bleiben dabei keine Narben, da die Warzen in der Epithelschicht lokalisiert sind.
Die Heilung der Warzen mittels Hypnose erfolgt narbenlos.

Wie funktioniert die Heilung der Warzen durch die Hypnosebehandlung?

Es besteht ein Zusammenhang zwischen psychischem Zustand und Hautzustand. Unser Nervensystem ist sehr mit der Haut verbunden.
Durch Hypnose ist es möglich die Blutgefässe zu erweitern oder zu verengen und somit den Blutfluss zu den Warzen gezielt zu verändern. Zusätzlich wird das Immunsystem so gestärkt. dass der verursachende Virus erfolgreich bekämpft werden kann.
Einerseits kann die Verringerung oder der Abbruch des Blutzuflusses zu den Warzen in der Hypnose intensiv visualisiert werden. Die entsprechende Reaktion des autonomen Nervensystems kann zum Austrocknen und Rückgang der Warzen führen.
Andererseits kann eine Erweiterung von Blutgefässen, die die Warzen versorgen, suggeriert werden, um die Viren auszuschwemmen und durch Antikörper und Lymphozyten anzugreifen.

Es hat sich bewährt 2 Behandlungssitzungen im Abstand von 6 Wochen durchzuführen.
Nach Bedarf wird die Sitzung als Audio-Datei aufgenommen und zum Üben als Selbsthypnose Ihnen in CD-Form mitgegeben.
In der Regel heilen die Warzen nach der ersten Sitzung ab.

Selbsthypnose

Fast jeder hat sich schon einmal in einem tranceähnlichen Zustand befunden, ohne das als Selbsthypnose zu bezeichnen. Beispielsweise, wenn man sich am Strand völlig dem Bau einer Sandburg widmet, wenn man ein Buch liest oder völlig versunken einen Film betrachtet.
Selbsthypnose ist ein geistig-körperlicher Zustand, in dem man weitaus stärker auf (Selbts)Suggestionen reagiert als unter normalen Bedingungen. Während der Selbsthypnose lässt man einen Teil der willkürlichen Kontrolle los, um eine andere Form, nämlich unwillkürliche Kontrolle zuzulassen.

Fast jeder Mensch kann Selbsthypnose erlernen und persönliche Veränderungen damit erreichen.
Die Erfahrung zeigt, dass es mit Hilfe von Hypnose, sowie mit Selbsthypnose möglich ist, schneller und nachhaltiger Angstfreiheit, Schmerzlinderung, Schlaf und Ruhe zu erzielen, als mit Hilfe von Medikamenten erreichbar wäre.

Der Anlass, Selbsthypnose zu lernen ist bei vielen Menschen Neugier und ein bestimmtes Bedürfnis. Meistens handelt es sich dabei um Gewohnheitsprobleme, Stressreduktion, Schmerzbewältigung, Gewichtsverlust oder Leistungssteigerung. Andere möchten Selbsthypnose erlernen, um ihr Selbstvertrauen zu erhöhen, neue Ziele zu erreichen, mehr positive Selbstverbalisierungen zu entwickeln oder ihre Kreativität zu erhöhen.

Selbsthypnose ist nicht nur eine hervorragende Methode zur Selbsthilfe, sie ist auch ein bewährtes Mittel, die Wirksamkeit einer Hypnosetherapie noch weiter zu erhöhen, da das Erreichte eigenständig vertieft und gefestigt werden kann. Daher empfiehlt es sich, auch zwischen den Hypnosesitzungen mit Selbsthypnose zu üben.

Die Selbsthypnose dient dabei nicht nur dem Ziel, mehr Behandlungserfolg zu erreichen und die Behandlungsdauer zu verkürzen, sondern auch die Eigenständigkeit des Klienten zu fördern, so dass man immer weniger auf einen Therapeuten angewiesen ist.

Risiken der Selbsthypnose
Genauso, wie in der Behandlung mit Hypnose soll auch bei der Durchführung der Selbsthypnose, der sekundäre Krankheitsgewinn beachtet werden. Bei der Raucherentwöhnung sollte man, beispielsweise, sich vorher Gedanken machen, wozu das Rauchen persönlich „nützlich“ ist und wie man dies auch ohne Rauchen erreichen möchte.

Zum anderen kann die Wirksamkeit der Hypnose, die an sich positiv ist, nachhaltige Folgen haben. Ein Beispiel wäre die Schmerzlinderung oder Schmerzabschaltung, ohne dass bestehende organische Ursachen geklärt und eventuell behandelt werden.
Aus diesem Grund ist es sinnvoll die Selbsthypnose mit dem Therapeuten zu erlernen und individuell abzusprechen.